Mr. Bean

Sitzmöbel fürs Café

Die Kunsthalle Göppingen wünschte sich Entwürfe für ein Sitzmöbel, das im hauseigenen Café zum Einsatz kommen sollte. Gesackt getan (sic): Meine Idee lag darin, die Einwegverpackung, mit der das wichtigste Getränk im Café, Kaffee, nach Europa kommt weiter zu verwenden. Diesen Ansatz verfolgte ich sowohl auf der reinen Materialebene, als auch formal, mit dem Ansatz die Form für das neue Sitzmöbel aus einem Kaffeesack heraus zu entwickeln.
Sitz aus dem Sack

Anfängliche Versuche einen ligninbasierten, Kaffeesackverstärkten Biokunstsoff zu entwickeln, der als eine Art Schalentragwerk genug Stabililtät für den Einsatz als Sitzmöbel bieten sollte, entschied ich mich an einem gewissen Punkt zu verwerfen. Das hatte allerdings auch mit der Betreuungssituation und der Meinung meines damaligen Professors Uwe Fischer zu tun. Eigentlich ein bisschen schade. Die Materialversuche finde ich heute noch ganz cool. Aber wie es so oft ist, nach dem einen Projekt folgt das nächste, Ansätze verschwinden in der Schublade, und vielleicht erfindet dann eben irgendwann eine, oder ein anderer „meinen“ tollen Upcycling-Wunderbiokunststoff.

Für das damalige Semesterprojekt bastelte ich dann irgendwelche wilden Ergonomiemodelle und eine aus Polystyrol tiefgezogene Kunststoff-Sitzschale, die mit einem zweifarbig gefärbten Kaffeesack überzogen wurde. Auch ganz nett. Die Verantwortlichen von der kleinstädtischen Kunsthalle zeigten sich bei der Präsentation angetan und Mr. Bean wurde niemals dort eingesetzt.