Schwärmen für den Nahverkehr
Flock-o-Motion ist ein womöglich schon teilweise von der Realität eingeholtes Zukunftsprojekt aus der Vergangenheit. Im Winter 2017 beschäftigte ich mit der Art und Weise, wie in den meisten Städten der öffentliche Nahverkehr, genauer: Der Busverkehr, organisiert wird. Zentrales Element sind dabei starre, im Vorhinein festgelegte Linien und Fahrpläne. Angesichts neuer Möglichkeiten, die zum Beispiel Maschinenlernen, und autonomes Fahren mit sich bringen, stellte ich einige Überlegungen dazu an, wie der ÖPNV in Zukunft anders strukturiert werden könnte – besser gesagt: Wie er sich selbst besser strukturieren könnte. Nämlich nach dem Vorbild – und jetzt ertönt die angebliche Zukunftsmusik auf einmal aus der schier unendlichen Tiefe der Evolutionsgeschichte – von kollektiv-intelligenten Lebewesen. Dezentrale, selbstorganisierende Systeme lassen sich etwa bei der enorm effizienten Logistik eines Ameisenstaats beobachten. My bus is my ant, könnte der Slogan lauten: Tut er aber nicht, keine Angst.