Ein Quadratmeter Auto

Stau! – Illustration von Sebastian Voigt

Überlegungen zum Individualverkehr

Blechlawinen und Smog gehören heute offenbar zur Großstadt wie der Tiger zum Dschungel. Oder der Kater zur Party? Viele Menschen verbringen tagtäglich ihre Lebenszeit in den Staus der Welt oder verzweifeln bei der Parkplatzsuche. Zeit ist dabei nicht die einzige Ressource, die sie verschwenden. Die Überlastung unserer Straßen führt zu unnötigem Energieverbrauch und schließlich stellt sich auch die Frage: Warum brauchen Autos eigentlich so viel Platz? Dürfen die das? Eine nachhaltige Entwicklung unserer Mobilität bedarf sicherlich verschiedener Ansätze und umdenken in unterschiedliche Richtungen. Gleichzeitig kann ein weltweiter Trend – hin zu immer mehr Autos – nicht einfach ignoriert werden. Die einen hassen Autos, andere lieben Sie, manche sogar beides. Das hat, wie es bei den Menschen und der Liebe eben so ist, nicht nur rationale Gründe. Die Frage bleibt: Wie viel Platz- Energie- und Zeitverschwendung wollen wir uns in Zukunft leisten?
­Das Einquadratmeterauto senkt sich vom Fahrmodus in die Parkposition ab.
Zukunftsweisender Individualverkehr für die Städte von morgen
Der Individualverkehr von morgen verlangt nach innovativen Konzepten und neuen Ideen. Gleichzeitig werden mit der Entwicklung des autonomen Fahrens auch die bisherigen Grenzen zwischen individuellem und öffentlichem Verkehr an Bedeutung verlieren. Schön wäre, wenn uns die alltägliche Freude an unserer Mobilität erhalten bleibt. Wenn wir vielleicht auch etwas wiedergewinnen können, das irgendwann im Stau steckengeblieben ist.

Bionik trifft auf Ergonomie

Die Entwicklung des Aufrechten Gangs bedeutete für den Menschen eine seiner wichtigsten Evolutionsstufen. Warum soll dieses Prinzip nicht auch auf die Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte übertragen werden? Die denkbaren Vorteile sind vielgestaltig. Ein Bewegungsapparat, der sich aus seiner horizontalen Ausbreitung zurückzieht und stattdessen vertikal ausrichtet spart Platz – genau dort, wo er knapp ist und gleichzeitig gewinnt er ihn in einer neuen Dimension. Federweg steht in bisher unerreichtem Ausmaß zur Verfügung. Ein sänftengleiches Gefühl vom Schweben lässt sich ebenso realisieren, wie völlig neue Möglichkeiten der agilen dynamischen Fortbewegung: Warum sollten Hindernisse bei Bedarf nicht einfach übersprungen werden können? Begriffe wie Komfort und Sicherheit können völlig neu definiert werden.
Bewegungsstudien für ein bionisches Fahrwerk